Mit Herzblut für Uri
Kantonale Wahlen am 8. März 2020
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Ich freue mich auf die Herausforderungen, die auf mich als Landammann zukommen und die Begegnungen, die es in diesem Amt geben wird. Ich werde mich weiterhin mit aller Kraft für unseren Kanton einsetzen!

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Publik

Hier erscheinen in unregelmässigen Abständen Beiträge aus meinem politischen oder beruflichen Alltag.

Standartenweihe der Hist. Schützen Schweiz

16.09.2022

Liebe Schützenkameradinnen und Kameraden

Seien Sie willkommen auf der Rütliwiese. Die Wiege der Schweiz.

Gemäss historischer Überlieferung wurde hier zu Beginn des Monats August1291 die ursprüngliche Schweiz gegründet. Damit wurde auch der Mythos «Rütli» geboren, der bis in die heutige Zeit ausstrahlt. Insbesondere seit dem Rültirapport vom 25. Juli 1940, an dem der Oberbefehlshaber der Schweizer Armee, General Henri Guisan, sämtliche höhere Offiziere zum Rapport auf der Rütliwiese versammelte, um den Reduit-Plan zu verkünden, gilt das Rütli alsS innbild auch für die wehrhafte Schweiz. Und genauso wie damals stehen wir hier nun zusammen für die Standartenweihe.

Als Landammann des Gründerkantons Uri freut es mich, Sie im Namen von Land und Volk des Kantons Uri zu dieser Standartenweihe herzlich begrüssen zu dürfen.              

Die Historischen Schützen Schweiz hätten für ihre Standartenweihe keinen besseren Ort wählen können. Schon früh hat der Mythos dieser speziellen Lokalität dazu geführt, dass auch die Schweizer Schützen diesen speziellen Ort in der Schweiz huldigten. So wurde im Jahre 1861 die erste Rütlifahrt der Gewehrschützen abgehalten. Im Jahr 1873 auf dem Rütli erstmals ein Revolverschiessen durchgeführt. Beide Anlässe wurden zuerst in loser, danach in regelmässiger Folge wiederholt.

Mittlerweile haben auf der Rütliwiese 158 Gewehrschiessen und 83 Pistolenschiessenstattgefunden. Diese mittlerweile höchst traditionellen Rütlischiessen haben seit ihren ersten Austragungen nicht nur den Rütligeist in die Schweiz hinausgetragen, sondern auch unzählige Schützenfreundschaften weit über die Kantonsgrenzen entstehen lassen. Wie aus den historischen Materialien zu entnehmen ist, war es denn auch das erklärte Ziel der beiden Rütlischiessen, «den vaterländischen Geist zu stärken, der Pflege der Kameradschaft in freundeidgenössischem Geiste Platz zu geben und dadurch dem Vaterland zudienen.» Dass die Rütliwiese hierzu der richtige Ort für die Schiesssportanlässe war und ist, vermochte offensichtlich zu überzeugen. Wir dürfen heute selbstbewusst sagen, dass sich die beiden Rütlischiessen inzwischen zu den wohl «historischsten» Schiessen mit dazugehörendem gesellschaftlichem Anlass entwickelt haben.

Erfreulicherweise gibt es aber über das ganze Land verteilt 18 weitere traditionelle Schiesssportanlässe. Auch sie dürfen jeweils auf eine nicht weniger interessante Entstehungsgeschichte zurückblicken, so dass auch sie sich heute ebenfalls «historisch» nennen dürfen. An diesen Anlässen messen wir uns nicht nur sportlich, sondern treffen uns auch gesellschaftlich.

Wir wissen aber, dass diese Schiessen in verschiedener Hinsicht bedroht sind. In vielen Schützenstellungen sind es die umweltrechtlichen Auflagen, die die Weiterführung dieser Anlässe erschweren oder aufgrund der hohen Sanierungskosten gar verunmöglicht. Die Historischen Schützen Schweiz bilden ein wertvolles Dach für die Interessen aller historischen Schiessen in der Schweiz. Sie helfen uns, gemeinsam Lösungen für die individuellen Probleme zufinden und sie geben uns eine starke, gebündelte Stimme gegenüber den Behörden

Die Hist. Schützen Schweiz/wir fördern und unterstützen historische Schiessen als Manifest staatspolitischer Gesinnung und stehen ein für die Bundesverfassung und die traditionellen Werte unserer Eidgenossenschaft. So kommt es nicht von ungefähr, dass die Historischen Schützen Schweiz diesen geschichtsträchtigen Ort für ihre Standartenweihe gewählt haben.

Als Landammann, aber auch als Präsident der Historischen Pistolen-Rütlischützen, danke ich den Historischen Schützen Schweiz für ihr unermüdliches Engagement des Schützensports und insbesondere für sämtliche 20 historische Schiessen in der Schweiz. Es freut mich, dass sie sich nun eine Fahne als ihr Hoheitszeichen geben.

Möge die Standarte der Historischen Schützen Schweiz ab jetzt und in aller Zukunft über die historischen Schiessen schützend wehen!

 

Der Landammann des Kantons Uri

Urs Janett

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Rede zur Übernahme des Amts als Landammann

31.05.2022

Sehr geehrte Frau Landratspräsidentin

sehr geehrter Herr Landammann

sehr geehrter Herr Gemeindepräsident

sehr geehrter Herr Korporationspräsident

Amts- und Würdenträger, liebe Gäste

 

Ich bedanke mich bei meinen Vorrednern für die guten Wünsche für mein Amt. Ich nehme diese gerne auf meinen zweijährigen Weg als Landammann mit.

 

Am vergangenen Sonntag war ich wieder einmal Schifffahren und der Zufall wollte es, dass es das Dampfschiff «Uri» war, das mich von Flüelen nach Brunnen mitgenommen hat. Es war eine wunderschöne Fahrt, dies aber auch im übertragenen Sinn. Auf diesem historischen Schiff wurde mir so richtigbewusst worden, in welche Fussstapfen ich morgen treten werde. Das Amt als Landammann anzutreten, bedeutet mir eine grosse Ehre. Ich trete das Amt mit Demut und Stolz und voller Energie an.

 

Es freut mich sehr, dass ich mich in eine Reihe von Landammänner und Frau Landammänner des Kanton Uri einreihen darf, wo bis 1251zurückreicht. Ich freue mich, dem Kanton Uri für die nächsten zwei Jahren als Landammann dürfen zu dienen. Es ist aber nicht nur die Historie, die dieses Amt speziell macht. Ich freue mich vor allem auf die Herausforderungen, die auf mich zukommen und auf die Begegnungen, die es in diesem Amt geben wird.

 

Uri hat eine grosse Vergangenheit, wir waren Schirmherren von Mailand, uns gehörte die Leventina und wir waren weitherum gefürchtete Krieger. Mit den Jahrhunderten hat sich Uri weiterentwickelt und wir haben laufend an Bedeutung verloren. Heute sind wir ein Nehmerkanton. Wir sind laufend gefordert, aus dem was wir haben, das Beste zu machen. Und das haben wir in den vergangenen Jahren. Es geht wieder vorwärts, es ist wieder Zukunft zu spüren in unserem Kanton.

 

Meine Damen und Herren: Zusammen sind wir stark und zusammengestalten wir eine starke Zukunft. Uri soll ein Kanton voller Innovationskraftund Dynamik sein. Hier ist in den vergangenen Jahren vieles entstanden. Und es gibt noch Einiges zu tun.

 

In den nächsten Jahren kommt einiges auf uns zu. Ich möchte aber drei Themen speziell erwähnen:

·      Digitalisierung: Diese ist mit der Digitalisierung im Steuerbereich nicht abgeschlossen. Es wird zahlreiche neue Themen geben, die uns fordern (E-ID, Sicherheit, neue Programme). Damit wir den Anschluss nicht verlieren, müssen wir hier mitziehen und das fordert uns personell und finanziell. Damit wir das stemmen können, müssen wir im Informatikbereich zwingend mit den Gemeinden zusammenarbeiten.

·      Energie: Nebst der Lucendro-Konzessiondiskutieren wir in den nächsten Jahren über den Heimfall aller grossen Konzessionen in Uri. Wir werden uns so aufstellen, dass wir für Uri dasbestmöglichste herausholen. Der Landrat hat uns zudem den Auftrag gegeben, in diesem Zusammenhang die Mehrheit an EWA-energieUri zu sichern. Es kommt nichtvon ungefähr, dass ich deshalb für unser Regierungsfoto einen Kraftwerksstollen als Hintergrundsujet gewählt habe.

·      Erhalt von bestehenden und die Schaffung von neuen Arbeitsplätzen: Es geht darum, Wohlstand für alle zu erhalten und zu schaffen. Es gilt, den Aufwärtstrend, der beispielsweise durch das Tourismusresort in Andermatt aber auch durch den Kantonsbahnhof entstanden ist, zu unserem Vorteil zu nützen.

 

Es ist wie beim Kapitän vom Dampfschiff «Uri»: Er fährt ein Gerät, dass eigentlich auf einer alten Technologie basiert. Der Kapitän musste sich allerdings immer anpassen und sein Schiff modernisieren, um mit der Zeit zu gehen. Die Kunst ist es auch in der Politik, einerseits auf Traditionen zu bauen, aber diese laufend weiter zuentwickeln, um nicht stehen zu bleiben.  

 

Der Kapitän muss den Überblick über Wasser, Wetter, die Mannschaft und die Passagiere haben. Wenn der Föhn bläst, muss er den Kursanpassen und die ganze Mannschaft ist beim Anlegen gefordert. Der Landammann hat eine ähnliche Funktion. Er ist zwar der Präsident des Gremiums, aber lediglich einer unter Seinesgleichen. Er hat aber zu schauen, dass der Regierungsrat Garant für einen klaren Kurs ist und bleibt, dass wir verlässlich und kalkulierbar sind, den Fahrplan einhalten. Aus meiner Sicht ist diese Konstanz eine grosse Stärke in einer schnelllebigen Zeit. Unsere Aufgabe ist es, unserer Bevölkerung Perspektiven zu geben. Uri soll ein Ort sein, an dem man gerne verweilt. Als Bewohner, als Arbeitnehmer, als Tourist, als Firmengründerin, als Schüler, als Familie.

 

Uri hat viel Potenzial. Meine Damen und Herren: Wir dürfen uns selbstbewusst zeigen, aber nie überheblich wirken, stolz sein, aber nicht eingebildet, wir dürfen von unseren Mitbürgerinnen und Mitbürger Eigenverantwortung einfordern, aber die Verantwortung nicht abschieben, wir dürfen konsequent im Handeln sein, aber nicht stur. Wir müssen Sorge tragen im Umgang miteinander. Für all das stehe ich ein, nicht nur in den zwei kommenden Jahren als Landammann, sondern auch als einer von sieben Regierungsräten!

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Vorwort im "Adler" (Infoblatt der Gemeinde Altdorf)

23.05.2022

Die Zukunft gestalten

 

Möchten Sie das nicht auch tun? Ich denke, Sie tun esbereits. Die Zukunft zu gestalten macht Spass und braucht etwas Mut, aber jedeund jeder kann in unserem System mitwirken.

 

Vor etwa zehn Jahren hatte ich als Präsident der Altdorfer Ortsplanungskommission die einzigartige Gelegenheit, zusammen mit meiner Kommission den Nutzungsplan zu überarbeiten und damit die zukünftige räumliche Entwicklung unserer Gemeinde festzulegen. Eine Entwicklung, die sich alsbald sehen und erleben lassen wird. Wir waren uns bewusst, dass das, was wir entscheiden, Auswirkungen auf die nächste Generation haben wird, und gar noch länger. Ein zentraler Punkt der Revision war damals die Entwicklung des etwas verschlafenen Bahnhofareals. Vom «Kantonsbahnhof» haben wir gesprochen. Es solle das neue Tor von und nach Uri werden. Da brauche es auch einen «gehörigen Auftritt», d.h. die Gebäude müssen nach Fortschritt aussehen und auch den Platzoptimal ausnutzen.

 

Nun, Jahre später und unter Mithilfe weiterer Beteiligten ist es soweit: Mit der Eröffnung des Bahnhofs und jüngst dem neuen Bahnhofgebäude am Bahnhofplatz 1 sieht man es, das «Näher und Höher», wie wir es damals genannt hatten. So wie wir es uns vorgestellt haben. Die räumliche Entwicklung des Bahnhofs, aber auch Altdorfs ist allerdings nicht abgeschlossen, wie alle anderen Dinge im Leben sich laufend weiterentwickeln. Es wird auch in Zukunft Veränderungen geben, sei es räumlich, aber auch gesellschaftlich. Die Bedürfnisse, aber auch die Möglichkeiten werden zukünftig anders sein als heute. Änderungen müssen aber nicht immer der grosse Wurf sein.

 

Die Zukunft beginnt im Kopf. In kleinen Schritten. Wir alle sind gefordert, unseren Anteil an der    Gestaltung der Zukunft unserer Gesellschaft zu leisten. «Stillstand ist Rückschritt», wurde einmal von jemanden gesagt. Oder anders herum: «Gestern war das Heute noch Zukunft, morgen ist es bereits Vergangenheit!»

 

Gestalten wir die Zukunft gemeinsam, es macht Spass!

 

 

Urs Janett, Landammann des Kantons Uri und Altdorfer Gemeinderat von 2007 - 2015

 

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