Mit Herzblut für Uri
Kantonale Wahlen am 8. März 2020
Vielen Dank für Ihre Unterstützung!
Kantonale Wahlen am 8. März 2020 Vielen Dank für Ihre Unterstützung!
Beiträge
«

Ich freue mich auf die Herausforderungen, die auf mich als Landammann zukommen und die Begegnungen, die es in diesem Amt geben wird. Ich werde mich weiterhin mit aller Kraft für unseren Kanton einsetzen!

»

Publik

Hier erscheinen in unregelmässigen Abständen Beiträge aus meinem politischen oder beruflichen Alltag.

Rede zur Übernahme des Amts als Landammann

31.05.2022

Sehr geehrte Frau Landratspräsidentin

sehr geehrter Herr Landammann

sehr geehrter Herr Gemeindepräsident

sehr geehrter Herr Korporationspräsident

Amts- und Würdenträger, liebe Gäste

 

Ich bedanke mich bei meinen Vorrednern für die guten Wünsche für mein Amt. Ich nehme diese gerne auf meinen zweijährigen Weg als Landammann mit.

 

Am vergangenen Sonntag war ich wieder einmal Schifffahren und der Zufall wollte es, dass es das Dampfschiff «Uri» war, das mich von Flüelen nach Brunnen mitgenommen hat. Es war eine wunderschöne Fahrt, dies aber auch im übertragenen Sinn. Auf diesem historischen Schiff wurde mir so richtigbewusst worden, in welche Fussstapfen ich morgen treten werde. Das Amt als Landammann anzutreten, bedeutet mir eine grosse Ehre. Ich trete das Amt mit Demut und Stolz und voller Energie an.

 

Es freut mich sehr, dass ich mich in eine Reihe von Landammänner und Frau Landammänner des Kanton Uri einreihen darf, wo bis 1251zurückreicht. Ich freue mich, dem Kanton Uri für die nächsten zwei Jahren als Landammann dürfen zu dienen. Es ist aber nicht nur die Historie, die dieses Amt speziell macht. Ich freue mich vor allem auf die Herausforderungen, die auf mich zukommen und auf die Begegnungen, die es in diesem Amt geben wird.

 

Uri hat eine grosse Vergangenheit, wir waren Schirmherren von Mailand, uns gehörte die Leventina und wir waren weitherum gefürchtete Krieger. Mit den Jahrhunderten hat sich Uri weiterentwickelt und wir haben laufend an Bedeutung verloren. Heute sind wir ein Nehmerkanton. Wir sind laufend gefordert, aus dem was wir haben, das Beste zu machen. Und das haben wir in den vergangenen Jahren. Es geht wieder vorwärts, es ist wieder Zukunft zu spüren in unserem Kanton.

 

Meine Damen und Herren: Zusammen sind wir stark und zusammengestalten wir eine starke Zukunft. Uri soll ein Kanton voller Innovationskraftund Dynamik sein. Hier ist in den vergangenen Jahren vieles entstanden. Und es gibt noch Einiges zu tun.

 

In den nächsten Jahren kommt einiges auf uns zu. Ich möchte aber drei Themen speziell erwähnen:

·      Digitalisierung: Diese ist mit der Digitalisierung im Steuerbereich nicht abgeschlossen. Es wird zahlreiche neue Themen geben, die uns fordern (E-ID, Sicherheit, neue Programme). Damit wir den Anschluss nicht verlieren, müssen wir hier mitziehen und das fordert uns personell und finanziell. Damit wir das stemmen können, müssen wir im Informatikbereich zwingend mit den Gemeinden zusammenarbeiten.

·      Energie: Nebst der Lucendro-Konzessiondiskutieren wir in den nächsten Jahren über den Heimfall aller grossen Konzessionen in Uri. Wir werden uns so aufstellen, dass wir für Uri dasbestmöglichste herausholen. Der Landrat hat uns zudem den Auftrag gegeben, in diesem Zusammenhang die Mehrheit an EWA-energieUri zu sichern. Es kommt nichtvon ungefähr, dass ich deshalb für unser Regierungsfoto einen Kraftwerksstollen als Hintergrundsujet gewählt habe.

·      Erhalt von bestehenden und die Schaffung von neuen Arbeitsplätzen: Es geht darum, Wohlstand für alle zu erhalten und zu schaffen. Es gilt, den Aufwärtstrend, der beispielsweise durch das Tourismusresort in Andermatt aber auch durch den Kantonsbahnhof entstanden ist, zu unserem Vorteil zu nützen.

 

Es ist wie beim Kapitän vom Dampfschiff «Uri»: Er fährt ein Gerät, dass eigentlich auf einer alten Technologie basiert. Der Kapitän musste sich allerdings immer anpassen und sein Schiff modernisieren, um mit der Zeit zu gehen. Die Kunst ist es auch in der Politik, einerseits auf Traditionen zu bauen, aber diese laufend weiter zuentwickeln, um nicht stehen zu bleiben.  

 

Der Kapitän muss den Überblick über Wasser, Wetter, die Mannschaft und die Passagiere haben. Wenn der Föhn bläst, muss er den Kursanpassen und die ganze Mannschaft ist beim Anlegen gefordert. Der Landammann hat eine ähnliche Funktion. Er ist zwar der Präsident des Gremiums, aber lediglich einer unter Seinesgleichen. Er hat aber zu schauen, dass der Regierungsrat Garant für einen klaren Kurs ist und bleibt, dass wir verlässlich und kalkulierbar sind, den Fahrplan einhalten. Aus meiner Sicht ist diese Konstanz eine grosse Stärke in einer schnelllebigen Zeit. Unsere Aufgabe ist es, unserer Bevölkerung Perspektiven zu geben. Uri soll ein Ort sein, an dem man gerne verweilt. Als Bewohner, als Arbeitnehmer, als Tourist, als Firmengründerin, als Schüler, als Familie.

 

Uri hat viel Potenzial. Meine Damen und Herren: Wir dürfen uns selbstbewusst zeigen, aber nie überheblich wirken, stolz sein, aber nicht eingebildet, wir dürfen von unseren Mitbürgerinnen und Mitbürger Eigenverantwortung einfordern, aber die Verantwortung nicht abschieben, wir dürfen konsequent im Handeln sein, aber nicht stur. Wir müssen Sorge tragen im Umgang miteinander. Für all das stehe ich ein, nicht nur in den zwei kommenden Jahren als Landammann, sondern auch als einer von sieben Regierungsräten!

weiter

Vorwort im "Adler" (Infoblatt der Gemeinde Altdorf)

23.05.2022

Die Zukunft gestalten

 

Möchten Sie das nicht auch tun? Ich denke, Sie tun esbereits. Die Zukunft zu gestalten macht Spass und braucht etwas Mut, aber jedeund jeder kann in unserem System mitwirken.

 

Vor etwa zehn Jahren hatte ich als Präsident der Altdorfer Ortsplanungskommission die einzigartige Gelegenheit, zusammen mit meiner Kommission den Nutzungsplan zu überarbeiten und damit die zukünftige räumliche Entwicklung unserer Gemeinde festzulegen. Eine Entwicklung, die sich alsbald sehen und erleben lassen wird. Wir waren uns bewusst, dass das, was wir entscheiden, Auswirkungen auf die nächste Generation haben wird, und gar noch länger. Ein zentraler Punkt der Revision war damals die Entwicklung des etwas verschlafenen Bahnhofareals. Vom «Kantonsbahnhof» haben wir gesprochen. Es solle das neue Tor von und nach Uri werden. Da brauche es auch einen «gehörigen Auftritt», d.h. die Gebäude müssen nach Fortschritt aussehen und auch den Platzoptimal ausnutzen.

 

Nun, Jahre später und unter Mithilfe weiterer Beteiligten ist es soweit: Mit der Eröffnung des Bahnhofs und jüngst dem neuen Bahnhofgebäude am Bahnhofplatz 1 sieht man es, das «Näher und Höher», wie wir es damals genannt hatten. So wie wir es uns vorgestellt haben. Die räumliche Entwicklung des Bahnhofs, aber auch Altdorfs ist allerdings nicht abgeschlossen, wie alle anderen Dinge im Leben sich laufend weiterentwickeln. Es wird auch in Zukunft Veränderungen geben, sei es räumlich, aber auch gesellschaftlich. Die Bedürfnisse, aber auch die Möglichkeiten werden zukünftig anders sein als heute. Änderungen müssen aber nicht immer der grosse Wurf sein.

 

Die Zukunft beginnt im Kopf. In kleinen Schritten. Wir alle sind gefordert, unseren Anteil an der    Gestaltung der Zukunft unserer Gesellschaft zu leisten. «Stillstand ist Rückschritt», wurde einmal von jemanden gesagt. Oder anders herum: «Gestern war das Heute noch Zukunft, morgen ist es bereits Vergangenheit!»

 

Gestalten wir die Zukunft gemeinsam, es macht Spass!

 

 

Urs Janett, Landammann des Kantons Uri und Altdorfer Gemeinderat von 2007 - 2015

 

weiter

Urs Janett ist neuer Landammann: «Es gilt jetzt, die Coronagräben zuzuschütten»

13. Februar 2022

(Text und Bild: Urner Zeitung vom 14.02.2022)

Der Urner Sicherheitsdirektor schaffte die Wahl zum Landesstatthalter klar, obwohl sich nicht alle Urner Parteien im Vorfeld für ihn ausgesprochen hatten. Die CVP / Mitte Uri hatte Stimmfreigabe beschlossen, die FDP stellte sich nur mit einer überzähligen Stimme hinter Dimitri Moretti und die SVP unterstützte ihn ebenfalls nicht einstimmig. Wie an den Parteitagen zu hören war, trauen nicht alle dem SP-Vertreter die Repräsentationsaufgaben zu, die das Amt mit sich bringen würde.

Als Linker im Schussfeld

Dimitri Moretti zeigte sich zufrieden mit dem Resultat. «Auf 85 Prozent der gültigen Zettel stand mein Name. Für einen SPler ist das ein gutes Ergebnis.» Er habe auch bei Regierungsratswahlen einen gewissen Rückstand auf die Bürgerlichen. «Als Linker muss man damit rechnen, dass man eher im Schussfeld steht.» Das sei sicher nicht schön, aber damit müsse man umgehen können. Auch einzelne Entscheide, die er als Sicherheitsdirektor habe treffen müssen, hätten wohl nicht immer allen gefallen. Das nun vorliegende Abstimmungsresultat beruhige nun aber. Klar habe er sich Gedanken über die Gründe gemacht für die negativen Stimmen im Vorfeld der Wahlen. Er betont aber auch: «Ich bin froh und dankbar, dass viele Urnerinnen und Urner hinter mir stehen.»

Nach seiner zweijährigen Tätigkeit als Landesstatthalter wird er bei den nächsten Regierungsratswahlen auch Kandidat sein für das Amt des Landammanns. Bringt das Vorteile? «Das kann sicher helfen bei den nächsten Wahlen», so Moretti. Das Urner Volk habe ihn bereits zweimal gewählt. Daher sei er auch für die kommenden Wahlen zuversichtlich. In der Zentralschweiz ist Moretti der einzige Regierungsrat überhaupt aus dem linken Spektrum.

Janett will vorwärts schauen und nicht nur immer einen Virus bekämpfen

Urs Janett freute sich über die erfolgreiche Wahl zum Landammann. Es sei für ihn eine Ehre, dass er sich damit in eine lange verbriefte Geschichte der Landammänner, die in Uri bis 1251 zurückreiche, einreihen dürfe. Auf der anderen Seite gibt es grosse Herausforderungen: «Es gilt jetzt, die Coronagräben zuzuschütten», so Janett. «Hoffentlich ist die Pandemie nun vorbei, sodass wir jetzt vorwärts schauen können und nicht nur immer einen Virus bekämpfen müssen.» Er freue sich über die neue Aufgabe und dass er den Kanton Uri repräsentieren dürfe. Den Regierungsrat werde er mit Bedacht anführen, und stets mit Blick aufs Wohl des Kantons Uri. Er sei als Landammann nicht ein wichtigerer Regierungsrat, sondern nehme vor allem die Funktion des Repräsentierens ein. Und zum Leiten der Sitzungen meinte er: «Wir haben im Moment einen Modus, wie wir die Sitzungen sehr effizient durchführen können.» Daran werde er sicher festhalten. «Wichtig ist der Austausch und dass wir gegenseitig den Respekt behalten, auch wenn wir ab und zu nicht gleicher Meinung sind. Aber da sind wir sehr gut unterwegs und müssen nichts ändern.»

weiter

alle Beiträge >